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"Fall Out Girl" radioaktive roadshow
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Radioaktive Roadshow
Bartleby würde ja lieber auf seinem Berg in Thüringen bleiben und sich um den Garten kümmern. Stattdessen ist er mit Fall Out Girl unterwegs, die will, dass etwas geht. Mit ihrer „radioaktiven Roadshow“ ziehen Fall Out Girl und Bartleby wie die Quacksalber im alten Amerika durchs Land – nur haben sie statt Traktaten und Wundermitteln Songs, Videos und verstrahlte Geschichten im Gepäck. Zum Beispiel die von den Radium Girls, die an der Leuchtfarbe starben, mit der sie die Ziffern von Armbanduhren bemalten. Oder die von der geheimen Priesterschaft, die unsere Endlager bewachsen soll. Und wie wäre es damit? Fall Out Girl behauptet, sie sei Mary Jane Watson , die Frau von Peter Parker, auch bekannt als S**man. Sie ist auf der Suche nach ihrem Mann – damit endlich alles wieder gut wird.
FALL OUT GIRL setzt bei der schlichten Einsicht an: Nicht die Pyramiden oder Mona Lisa, nicht Mozart oder Homer oder selbst die chinesische Mauer werden vom Menschen bleiben, sondern radioaktive Abfälle, die in Tonnen verpackt noch 100’000 Jahre vor sich hinstrahlen. Höchste Zeit, dass wir uns mit unserem Erbe befassen!
Theater zwischen Konzert und Performance, mit Newcomerin Antonia Labs als Fall Out Girl, Schauspieler/Singer-Songwriter Johannes Geißer als Bartleby und Elke Auers Video-Tracks als weiteren Player auf der Bühne. FALL OUT GIRL ist die Zusammenarbeit der freien Theatergruppe Mass & Fieber Ost (Hamburg) mit der Theaterscheune Teutleben (Thüringen) für das Theaterhaus Jena.
Mit Antonia Labs und Johannes Geißer
Regie: Niklaus Helbling_Text: Brigitte Helbling_
Musik: Johannes Geißer / Michael Semper_
Bühne / Video: Elke Auer_Kostüme: Viktoria Behr_
Art Direction: Thomas Rhyner_
Mitarbeit Musik: Michael Semper, Tom Semper, Felix Huber_
Produktion: Manuela Wießner
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"Wurzel aus Faust II"
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Bild / Ton / Text Performance in 13 Kapiteln
Die aktuelle, multimediale Lese-Performance der Theaterscheune Teutleben entstand als Auftragswerk für das Festival “Garden Of Geniuses” in Jasnaja Poljana (Russland). Künstler aus sieben Nationen wurden gebeten, zu ihren Nationaldichtern zu arbeiten.
So entstand eine rasante Strichfassung des “Faust II”. Es wurde aus diesem Werk Goethes das destilliert, was bis heute an Relevants nichts eingebüßt hat.
In 13 Kapiteln werden Themen wie Krieg, Eugenethik, Jugendwahn, sowie Polit- und Finanzsysteme verhandelt.
Die Originaltexte Goethes eingebettet in assoziative Bildprojektionen und die Musik der Band, die von atmosphärischen Hip Hop bis zu derbem Rocksound reicht, bilden eine einstündige Performance, die in fesselnder Weise Kritik an Werten und Normen der modernen Gesellschaft übt. Es agieren ein Schauspieler, eine bildende Künstlerin und vier Musiker.
Text: J.W. Goethe
Textarrangement: Annegret Bauer
Regie: Annegret Bauer, Marcel Kohl
Musik: Holger Uthe, Johannes Geißer, Tom und Michael Semper
Spiel: Johannes Geisser
Projektionen: Kerstin Welsch
mit freundlicher Unterstützung der Kulturdirektion Weimar |
Eva Rajnak
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Eva Rajnak
Szenische Lesung der Theaterscheune Teutleben nach der Geschichte "Eva Rajnak" von László Darvasi. In einer skurrilen Mischung aus Sprache, Livemusik, Soundcollagen und Originaltönen erzählt „Eva Rajnak“ in einer archaisch-poetischen Sprache, durch surreale Metaphorik sowie expressive Figuren- und Bildwelten von den traumatisierenden Auswirkungen des Bosnien-Krieges auf den menschlichen Alltag.
INHALT
Das erste Mal hatte man 1990 von Popačka gehört. Da wurde bereits getötet.
Er tauchte in einem fernen Dörfchen im Süden oder eher Südwesten auf, und es schien sich um einen Einzelfall zu handeln. Man hätte die Sache wohl vergessen, wenn sie sich nicht zwei Wochen später ein paar Kilometer weiter in einem anderen Dorf wiederholt hätte. In einer ähnlich armen, mit Entbehrungen reich gesegneten Siedlung.
In den Dörfern, in denen Popačka auftauchte, spielte sich nach einigen Tagen fast immer die gleiche Geschichte ab. Ein Steinkreuz am Straßenrand verschwand, ein Tafelbild in der Kirche, eine wundertätige Ikone, um die sich die Einheimischen meist mit schwärmerischer Inbrunst scharten. Und im Dorf wurde jemand gekreuzigt. Der Gekreuzigte war Popačka.
Offenbar war irgendein Trick dabei. Denn wer konnte mit nüchternem Verstand glauben, dass Popačka jedes Mal wieder auferstand. Einmal hätte es ihm vielleicht gelingen können. Einmal kann jeder auferstehen. Wie es auch dem Sohn Gottes gelungen ist. Aber nicht hundertmal, oder noch öfter.
Doch Popačka ist gewiss hundertmal sogar öfter als hundertmal auferstanden.
Gesetzwidriges tat er nicht. Genaugenommen war nicht er es, der gegen den Geist des Gesetzes verstieß. Und ganze Dörfer zu verurteilen, schien ein Ding der Unmöglichkeit.
Natürlich wurde Baum mit der Angelegenheit betraut. Ganze zehn Jahre hatte er darauf gewartet. Er reiste in den Süden, um die Sache mit Popačka zu Ende zu bringen…
Gelesen wird aus dem Band „Eine Frau besorgen – Kriegsgeschichten“ (dt. Erstveröffentlichung 2003, Suhrkamp Verlag, Frankfurt/Main)
ENSEMBLE
Michael Semper: Soundcollagen
Alexander Ernst: Akkordeon
Marcel Kohl: Sprecher
Matthias Mäder: Regie
Michael Semper/
Marco Schreiber: Bühne
Gefördert durch die Thüringer Kulturstiftung und die Sparkasse Mittelthüringen.
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Mann im Fahrstuhl
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"Mann im Fahrstuhl" ist eine zwanzig minütige, performative Lesung nach einem Monolog von Heiner Müller.
Ein kafkaeskes Drama um einen kleinen Angestellten aus dem Keller, der in die Chefetage beordert wird und ohne seine Schuld darin versagt, den Auftrag auszuführen, der ihm unbekannt bleibt. Es entspinnt sich ein mystisches Hörwerk, das sich im Zusammenspiel mit den Live-Illustrationen Kerstin Perschkes zu einem mitreißenden Bilderbuch entwickelt.
Johannes Geißer – Sprecher
Michael Semper – Musik
Kerstin Perschke – Polylux |
Papalagi Panoptikum
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Eine Text/Musik/Bild- Performance
Vergangenheit und Zukunft sind zwei Straßen, die sich in der Gegenwart kreuzen.
Mitten auf der Kreuzung stehen ein Schauspieler, eine bildende Künstlerin und eine Band, die sich eines vorgenommen haben: auf unterhaltsame Weise Kritik an den Werten und Normen des modernen Lebens zu üben.
Der zeitgenössische Prosatext „walk like wilco“ und das als Hippie-Bibel bekannte neunzigjährige Buch „Der Papalagi - die Reden des Südseehäuptlings Tuiavii aus Tiavea“ von Erich Scheuermann bilden die Grundlage dieser multimedialen Lese-Performance, die ein kurioses und bizarres Bild der westlichen Gesellschaft entwirft.
Eingebettet in assoziative Bildprojektionen und die Musik der Band Waits4Devil, die von athmosphärischem HipHop bis zu derbem Rocksound reicht, bietet das einstündige Programm eine Kulturkritik, die zwischen naiver Verwunderung und zynischer Abgeklärtheit changiert.
Text: Erich Scheuermann und Bastian Winkler
Textarrangement/Regie: Annegret Bauer
Musik: Waits4Devil (Ralf Siedhoff, Holger Uthe, Tom und Michael Semper)
Spiel: Johannes Geisser
Projektionen: Kerstin Perschke
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Gefördert vom Kultusministerium Thüringen |
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Co Starring
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Comedy-Rock-Theater mit viel Musik von Theo Fransz
Co erwacht eines Morgens und stellt fest, dass sich über Nacht einiges verändert hat: Ihm sprießen Pickel, ihm wachsen Haare, wo vorher keine waren und seine Stimme hat sich verändert. Und das ist erst der Anfang. Nichts ist mehr wie zuvor. Plötzlich muss sich Co in der Welt der Erwachsenen zurecht finden. Kurzentschlossen hängt er sein Plüschtier an den Nagel und beschließt, ab heute ein echter Mann zu sein. Und prompt verliebt sich Co unsterblich in einen „blauen Engel“. Doch damit beginnt erst eine abenteuerliche Verfolgungsjagd...
www.costarring.de
Das Stück wurde 2001 mit dem Holländischen CJP (Cultural Youth Passport) Bühnen Preis ausgezeichnet. In der Begründung der Jury heißt es: „Co behandelt ernste Themen auf unbeschwerte, absurde und humorvolle Weise, indem es diese Themen leicht greifbar macht und es ist ein originelles Stück mit Biss.“
„Mit Mitteln der Comedy wird eine Geschichte der Tragödie des Erwachsenwerdens erzählt. In der radikalen Überzeichnung der Figur steckt das Erfolgsgeheimnis... Diese Geschichte ist großartig, absurd, völlig unwahrscheinlich und deshalb umso tragischer... Absurd, grotesk, hässlich, exzellent.” (Theaterheute, Nr. 8/9 2001)
„Theo Fransz’ ’Co-Starring’ ist das perfekte Stück zur Tragödie des Erwachsenwerdens – verpackt als niemals seichte Comedy, um jenen Schmerz verlachen zu können.“ (Leipziger Volkszeitung, 16.01.06)
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Gefördert vom Kultusministerium Thüringen |
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Auge um Auge
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In "Auge um Auge" geht es um den erbitternden Machtkampf von Vertretern der drei Weltreligionen Christentum, Judentum und Islam.
Nach einem vorrübergehenden Regentenwechsel herrscht auf Malta ein christlicher Tyrann. Blinder Terror von Seiten der Muslime und listige Rache von Seiten der Juden sind die Antwort. Aufgrund des Alleinvertretungsanspruches der Oberhäupter ihres jeweiligen Glaubens kommt es allerdings auch zu Generationskonflikten, sie dulden die glaubens- übergreifende Liebe der Kinder um keinen Preis. Aber es gibt auch die so genannten Wendehälse, die es immer wieder schaffen, mit List ihren einflussreichen Platz in der Gesellschaft zu sichern. Das Stück beleuchtet intensiv das Verhalten des Menschen innerhalb der verschiedenen Herrschaftsformen zwischen Diktatur und Demokratie sowie das gnadenlose Walten und Wüten im vermeintlichen Auftrag des Glaubens und einzigen Gottes, sei es aus Eigennutz, Machtgier oder blindem Fanatismus.
Regie: Matthias Thieme
Ausstattung: Coco Ruch
Spieler: Sandra von Holn, Katrin Heinke, Reiner Gabriel, Johannes Geißer
Musiker: Ralf Siedhoff - Gitarre, Micha Semper - Bass
Tom Semper - Schlagzeug/Percussion, Werner Brunngräber - Saxophon/Gitarre
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