Sommeratelier und Open- Air- Tour gehören zum diesjährigen Programm der Theaterscheune Teutleben/ Frühlingsfest eröffnete Samstag die Saison
Zu seinem Frühlingsfest hatte der Verein am Samstag in die Theaterscheune Teutleben eingeladen. Nach einer Neustrukturierung wollen die jungen Leute mit neuem Elan versuchen, mehr Kunst und Kultur in die ländliche Region zu bringen.
Schon lange vor dem Auftritt der zum Frühlingsfest eingeladenen Künstler hatte sich das Gelände der Theaterscheune mit Gästen gefüllt, saß man zusammen auf dem Rasen, sonnte sich und genoss den schönen Tag. Es ist generell wieder mehr Leben eingekehrt in das Objekt, erzählt Ralf Siedhoff vom Verein. Lebten zwischenzeitlich nur noch zwei Leute im ehemaligen Pfarrhaus, das sich gleich neben der Scheune befindet und vom Verein gepachtet wurde, seien es jetzt wieder sechs. Nach Projekten zumeist in etwas entfernteren Orten wolle man nunmehr mit neuem Elan versuchen, sich in der näheren Region wieder stärker zu engagieren und einen Namen zu machen, so Siedhoff. Dazu gehört neben dem traditionellen Sommeratelier auch wieder ein Open- Air-Theater, das die Darsteller wie in den Anfangsjahren der Theaterscheune mit Traktor und Fahrrad über die Dörfer führt, wo es dann Aufführungen auf den Marktplätzen geben soll. Der Tag der Premiere steht schon fest: der 21. August. Eine Route für die anschließende Tour haben die Teutlebener noch nicht festgelegt, einiges soll dabei auch spontan und ohne Ankündigung erfolgen. Bei ihren aktuellen Projekten verbinden die zum Verein gehörenden Künstler insbesondere Theater und Musik. So zum Beispiel bei „Papalagi Panoptikum“, einer Text/ Musik/ Bild- Performance, oder „Auge um Auge“, wo es um den erbitternden Machtkampf von Vertretern der drei Weltreligionen Christentum, Judentum und Islam geht.
Insgesamt 17 Vereinsmitglieder erfüllen die Theaterscheune derzeit mit Leben- Künstler quer durch die Bank vom Musiker, Schauspieler bis zum Bildhauer und Maler. „Die Leute mögen diesen Platz hier“, schätzen Musiker Ralf Siedhoff und Theaterpädagogin Annegret Bauer ein. Die Synergien seien sehr gut, es gebe auch ein Studio und im Zusammenwirken eben sehr viele Möglichkeiten. Auch die Akzeptanz im Dorf freue den Verein.
Für ihre Feste in der Scheune versuchen die Teutlebener ihren Gästen außergewöhnliche Auftritte zu bieten. Am Samstag eröffneten „flame’n co“, ein Flamenco- Duo mit einem japanischem und einem Schweizer Gitarristen, mit leidenschaftlichem Gitarrenspiel den Abend. Es folgte die Band „Waits 4 Devil“, die zum Verein gehört und Songs von Tom Waits interpretiert. Schon zum dritten Mal trat außerdem „Monotekktoni“, eine Avantgarde- Sängerin aus Berlin, in der Scheune auf. |